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Rixt van het Oerd - VVV Ameland

Rixt van het Oerd

Die Geschichte von Rixt van het Oerd oder 'Ritske Moai', wie die Statue in Buren von vielen genannt wird, ist auf Ameland sehr bekannt. Nicht umsonst wird die Geschichte regelmäßig bei Aufführungen auf Schulausflügen verwendet. Es ist eine spannende Geschichte, bei der sich jeder vorstellen kann, in welcher Situation sich Rixt und ihr Sohn Sjoerd befanden.

Nach dem Tod ihres Mannes verließ Rixt - eine arme Fischerin - das friesische Küstendorf Wierum. Zusammen mit ihrem Sohn Sjoerd ließ sie sich in einer baufälligen Hütte am Oerd, in den wilden Dünen von Ost-Ameland, nieder. Sie lebten dort vom Strandgutsammeln. Tag und Nacht war Rixts alte, gebückte Gestalt am Strand zu sehen, und gemeinsam mit Sjoerd schleppte sie die Fundstücke durch die Dünen zu ihrer maroden Hütte.

Aber Sjoerd wurde vom Meer und den Geschichten der Seeleute verlockt und wollte unbedingt zur Schifffahrt. Rixt versuchte ihren Sohn umzustimmen, schließlich war das Meer voller Gefahren - das konnte sie jeden Tag am Strand sehen. Sjoerd war jedoch sturköpfig und verließ die Insel an einem Tag plötzlich. Rixt blieb alleine und niedergeschlagen zurück.

Von Tag zu Tag fiel ihr das Strandgutsammeln immer schwerer... Sie schuftete und mühte sich ab, die gefundenen Gegenstände zu ihrer Hütte zu bringen. Todmüde und völlig erschöpft starrte sie stundenlang aus dem Fenster. Das Meer gab nicht mehr viel her. Keine zerschellten oder gestrandeten Schiffe. Und das Meer hatte auch noch ihren Sjoerd von der Insel weggelockt! Rixt begann einen teuflischen Plan auszuhecken: Rache, sie musste sich am Meer rächen!

Mitten in der dunklen Nacht, als der Sturm um die Hütte tobte, machte sich Rixt mit einer Laterne bewaffnet auf den Weg. Nach einem anstrengenden Aufstieg, der ihr viel Kraft abverlangte, erreichte sie die Spitze der Düne. Sie zündete die Laterne an und schwenkte sie herum, tanzte und kreischte hysterisch. Auf dem Meer kämpfte ein Schiff gegen den Sturm an, stampfte und schwankte heftig. Das Schiff trieb immer mehr auf die Ameländer Küste zu. Der Kapitän blickte besorgt in die rabenschwarze Nacht. Hatte er es richtig gesehen? Ein Licht? Wenig später entdeckte er es erneut, diesmal deutlicher. In der Hoffnung auf einen sicheren Hafen gab der Kapitän den Befehl, den Kurs zu ändern.

Dann kam unerwartet die Katastrophe. Eine riesige Sturzwelle erschien vor dem Schiff. Befehle flogen hin und her: "Dreh das Ruder...!"
Aber es war bereits zu spät. Das Schiff saß auf einer Sandbank fest in der Nähe vom Oerd. Die Grundsee schlug unbarmherzig gegen das Schiff, und am Morgen waren nur noch Wrackteile übrig.  Keiner der Besatzungsmitglieder überlebte die Katastrophe. Rixt hatte sich gerächt!

Kaum hatte das Tageslicht die Dunkelheit der Nacht abgelöst, wanderte Rixt über den Strand. In den Trümmern suchte sie nach "Beute". Aber was war das? Ihr Herz pochte in ihrer Kehle, ihr Atem war eingeengt. Dort lag der leblose Körper von Sjoerd... ihr eigener Sohn!

Das Meer hatte schon wieder gewonnen! Schreiend und heulend floh Rixt in die Oerddünen.

Seitdem hat sie niemand mehr gesehen. Nur in den dunkelsten Nächten und wenn und der Sturm übers Oerd rast, erwacht der ruhelose Geist von Rixt. Wenn man genau lauscht, ist es zu hören: Hu-hu-ui... Sjoe-oe-oerd...

Die Statue von Rixt van het Oerd

Seit 1980 steht in Buren eine Statue von Rixt van het Oerd mit Stock und Laterne. Die Statue wurde von der Künstlerin Annet Haring geschaffen. Sie steht auf einer runden Blausteinplatte auf einem gemauerten Sockel mit einem Schild, auf dem der Name "Ritskemooi" steht.

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