Wattenmeer ist UNESCO Weltnaturerbe

Das Wattenmeer ist ein UNESCO Weltnaturerbe

Seit 2014 ist das gesamte Wattenmeer ein UNESCO Weltnaturerbe. 2009 wurden das niederländischen und deutsche Wattenmeer schon anerkannt, 2014 wurde das dänische auch hinzugefügt.

Warum ist das Wattenmeer als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt?
Um als Weltnaturerbe anerkannt zu werden, muss ein Gebiet sehr besonders sein. Mit seinen Rinnen, Sandriffen, Salzwiesen, Schlick, Dünen und Seegrasfeldern zieht der Wattenmeerraum viele Tierarten an. Die Dynamik, die unter dem Einfluss der Gezeit entsteht, macht dieses einzigartige Gebiet nicht nur attraktiv für viele Pflanzen und Tiere, sonder auch für den Mensch, es zieht daher viele Besucher an.

Am 26. Juni 2009 wurde das Wattenmeer vom Welterbe-Komitee zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt und kann nun im gleichen Atemzug mit weltberühmten Naturwundern wie dem Great Barrier Reef in Australien, dem Grand Canyon in den USA, dem Kilimandscharo in Afrika und den Galapagos-Inseln im Pazifischen Ozean genannt werden.

Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) verleiht diese besondere Auszeichnung dem rund 400 Kilometer langen Küstenstreifen von den Niederlanden bis an die Grenze Dänemarks. Wir sind sehr stolz darauf, weil UNESCO strikte Richtlinien kennt, wenn es sich um eine Auszeichnung als Weltnaturerbe handelt.

Warum ist das Wattenmeer UNESCO Weltnaturberbe geworden?
Voraussetzungen für die Aufnahme eines Gebietes in die Welterbeliste sind sein außergewöhnlicher universeller Wert, seine Unversehrtheit und dass der Schutz des Gebietes gewährleistet ist. Die UNESCO wendet verschiedene Kriterien an, um zu beurteilen, ob ein Gebiet oder eine Landschaft für das Prädikat „Weltnaturerbe" in Betracht kommt.

Das Wattenmeer wurde unter drei Kriterien als Weltnaturerbe angemeldet:

* "Biodiversitäts-Kriterium": Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt und bedrohter Arten weltweit

* "Ökologie-Kriterium": ökologische und biologische Prozesse in der Entwicklung von Ökosystemen

* "Geologie-Kriterium": geologische Prozesse sowie geomorphologische und physiographische Merkmale

Seltene Vielvalt
Das Wattenmeer bietet viele verschiedene Lebensräume und damit ein Zuhause für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Rund 10.000 Arten von einzelligen Organismen, Pilzen, Pflanzen und Tieren wie Würmer und Muscheln, Fische, Vögel und Säugetiere leben hier. Jedes Jahr legen rund 10 bis 12 Millionen Vögel auf ihrer Durchreise von den Brutgebieten in Sibirien, Skandinavien oder Kanada zu ihren Überwinterungsgebieten in Westeuropa und Afrika oder zurück eine kurze oder längere Rast im Wattenmeer ein. Nur hier finden sie genug Nahrung, um die Tausende von Kilometern lange Reise machen zu können.

Wo Naturkräfte walten
Das Wattenmeer zeigt auf einmalige Weise, wie sich Pflanzen und Tiere an die ständig wechselnde Landschaft anpassen. Zwischen Ebbe und Flut, an der Schnittstelle von Land und Meer, wo Süßwasser und Salzwasser aufeinandertreffen, leben viele ökologische Spezialisten. Geformt von den Kräften der Natur, von Wind, Sand und Gezeiten, haben sich ganz besondere Lebensgemeinschaften gebildet. Naturvorgänge können sich hier noch weitgehend unbeeinflusst vom Menschen entfalten.

Jung und ursprünglich
Das Wattenmeer ist eine sehr junge Landschaft mit Salzwiesen und Dünen, Wattflächen und Sandbänke, die durch Wind und Gezeiten ständig neu geformt wird. Trotz seines geringen Alters erzählt das Wattenmeer viel von der Erdgeschichte. Seine Entwicklung begann in der letzten Eiszeit (vor 10.000-12.000 Jahren) und geht ständig weiter. Bis heute und manchmal innerhalb weniger Tage kann man im Wattenmeer selbst erleben, wie die natürliche Dynamik die Landschaft immer wieder neu gestaltet.

Was macht das Wattenmeer so einmalig?
Das Wattenmeer ist eine außergewöhnlich dynamische Landschaft. Nirgendwo auf der Welt hat sich unter dem Einfluss der Gezeiten eine vielfältigere Landschaft entwickelt, die sich noch heute immer wieder verändert. Ein ausgedehntes System aus großen Wattströmen und kleinen Prielen durchzieht weite Wattflächen und säumt feste, trocken fallende Sandbänke. Muschelbänke, dichte Seegraswiesen und weiches Schlickwatt bieten vielen Tieren Nahrung. Blühende Salzwiesen im ausgedehnten Deichvorland und auf Inseln und Halligen wechseln ab mit weißen Stränden und Dünen. Diese Vielseitigkeit der Landschaft macht das Wattenmeer zu einem einzigartigen Lebensraum für mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten. Für Millionen von Zugvögeln ist das Wattenmeer als Zwischenstopp und Rastgebiet unverzichtbar

 

Das Wattenmeer ist ein UNESCO Weltnaturerbe





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